Exklusiv: RT veröffentlicht neue Enthüllungen über Verbindungen zwischen der Türkei und dem IS April 27, 2016 at 12:08PM

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Das Erdölfeld Jabisah wurde zwei Jahre lang von Kämpfern des „Islamischen Staates“ kontrolliert. Innerhalb dieser Zeit diente fiel die dortige Ausrüstung allmählich dem Verschleis zum Opfer. Vieles wurde ausgeplündert. Vor kurzem verdrängten die Demokratischen Kräfte Syriens die Terroristen aus dem Gelände, und nun versuchen die örtlichen Behörden, die Bohrlöcher wieder in Betrieb zu nehmen.      

„Nachdem dieses Gebiet unter Kontrolle des IS geraten war, begannen ausländische Kämpfer das Erdöl nach Rakka durch den Checkpoint Tel Abjad auszuführen. Der Brennstoff wurde in die Türkei gegen US-Dollar verkauft oder gegen Waffen getauscht. Außer Erdöl handelten sie noch mit Antiquitäten“, sagte der Ortseinwohner Gasi Hussein gegenüber RT aus. In Mossul hätten sich die Kämpfer hunderte Tankwagen angeeignet, um Erdöl über Rakka an die türkische Grenze zu befördern.  

„Alle Tankwagen waren aus dem Irak. Sie wurden mit Erdöl aus den syrischen Bohrlöchern gefüllt. Von hier aus fuhren sie nach Rakka und dann in die Türkei“, gab ein weiterer Augenzeuge, Amir Al-Hadsch, bekannt. 

Aus der Förderanlage Jabisah können täglich 2,2 Millionen Kubikmeter Erdgas und 80.000 Tonnen Rohöl gewonnen werden.

„Wir haben die Kämpfer des ʻIslamischen Staatesʼ von hier verdrängt. Sie hatten hier alles zerstört. Sie hatten hier Erdöl und Benzin geraubt. Wir sind die Demokratischen Kräfte Syriens. Wir sind gekommen, um die Lagerstätten zu verteidigen, damit man sie nach dem Wiederaufbau des Landes wieder zum Wohl des syrischen Volkes nutzen kann“, sagte der SDF-Kämpfer Matin Karsero im Gespräch mit RT.

Die Länge der Ölpipeline zwischen al-Schaddadi und der Raffinerie in Homs ist rund 500 Kilometer. Die SDF brachten sie im Februar unter ihre Kontrolle. Nun wollen sie die Erdölförderung wieder in Gang bringen.  

Jabisah ist eines der wichtigsten Erdölvorkommen, das dem „Islamischen Staat“ große Gewinne eingebracht hat. Der Rückeroberung des Gebietes ist ein weiterer heftiger Schlag für die Dschihadistenmiliz.

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